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Aktuelle Projekte

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Blickwechsel
 
Ausstellung zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit für die Senatskanzlei Bremen Oktober 2010

Sie haben ab 1986 für einen lebendigen Austausch über die innerdeutsche Grenze hinweg gesorgt: mehr als 60 deutsch-deutsche Städtepartnerschaften entstanden bis zur Grenzöffnung 1989. In den Monaten vor der politischen Vereinigung der beiden deutschen Staaten entstanden 800 weitere Städtepartnerschaften - ein dichtes Netzwerk kommunaler Bündnisse.

Die Ausstellung BLICKWECHSEL visualisiert dieses fast vergessene Kapitel deutsch-deutscher Geschichte. Nach einer Idee von Lutz Liffers setzte die Gruppe für Gestaltung das Konzept für die Ausstellung mit einer modernen und überraschungsvollen Ausstellung um: Eine Deutschlandkarte auf der Städte und Gemeinden durch Stecknadeln gekennzeichnet sind – dieses Bild wurde zum Leitmotiv der Ausstellung. Die GfG übertrug Karte und Pins in ein übergroßes Format. So findet sich das Satellitenbild von Deutschland auf einer 11 x 8 Meter großen begehbaren Bodenkarte wieder, die darauf »gesteckten« Nadeln halten Postkarten mit Stadtansichten im DIN A2 Format auf Augenhöhe des Besuchers. Bewegt er sich durch die Ausstellung, wechselt die Kartenansicht. Ein Effekt, der durch Diaprismenfolien erzielt wird, so rücken zwei Partnerstädte auf einem Bild zusammen. Auf der Bodenkarte kennzeichnen Verbindungslinien die zusammengehörigen Partnerstädte. Bodenkarte und Postkartenpins werden durch Bannerstelen mit dokumentarischen Fotografien und vertiefenden Informationen ergänzt. Es entsteht ein dichter, facettenreicher und nachvollziehbarer Eindruck deutsch-deutschen Beziehungen.

Die Ausstellung »Blickwechsel« ist als Wanderausstellung konzipiert. Der modulare Aufbau inklusive Transportkisten ist Teil des Gesamtkonzeptes und ermöglicht den einfachen Aufbau an weiteren geplanten Standorten.

Die Ausstellung ist bis zum 20. Oktober 2010 in der Unteren Rathaushalle Bremen zu sehen. Danach reist sie u.a. nach Rostock, Eisenhüttenstadt, Saarlouis, Suhl u.a.

Ausstellungskatalog: »Im Blick: Deutsch-deutsche Städtepartnerschaften« ist ab dem 28. September 2010 im Buchhandel erhältlich (Edition Temmen, ISBN 978-3-8378-4025-3)

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Palast der Vorstadt
 
Jugendkunstprojekt für Kultur Vor Ort e.V.

Jugendliche aus dem Bremer Stadtteil Gröpelingen arbeiten zum Höhlengleichnis Platons: Wer bin ich? Woher kommt die Welt? Und ist das, was ich sehe, tatsächlich schon die Welt?

In mehrmonatigen Workshops entstanden unter der Leitung von Anja Fußbach und Frank Bertoldi große Kisten-Objekte, in denen die Jugendlichen individuell Innen- und Außenwelten in unserer Gesellschaft bearbeiten: Sein und Schein, Konsum und Angst, Mainstream und Widersinn, Heile Welt und Umweltzerstörung etc.

Unter der Leitung von Lou Simard erarbeitete eine weitere Gruppe eine packende Performance: Jugendliche im scheinbaren Alltagsgespräch miteinander - es entwickeln sich mit Sprachwitz und Tempo Abgründe und feinsinnige Refllexionen zum Lebensalltag der jungen Frauen.

Katja Philipsenburg begleitete mit einer dritten Gruppen Jugendlicher das Projekt aus der Perspektive der Öffentlichkeitsarbeit. Die Jugendlichen entwickelten eine zentrale Motivik für das Projekt, die Website www.palast-der-vorstadt.de und gestalteten Flyer und Plakate.

Gefördert wurde das Projekt im Rahmen des Europäischen Jahres gegen Armut und Ausgrenzungvom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. 

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Wege in die Stadt
 
Niedrigschwelliger Zugang für Migrant/innen zur Ermöglichung von lokaler gesellschaftlicher Teilhabe


Kooperationsprojekt für die Bremer Volkshochschule West und Kultur Vor Ort e.V.

In Bremen-Gröpelingen leben mehr als 40% Menschen mit Migrationshintergrund. Migration kann aber vielerlei bedeuten je nach Herkunft, Bildungsgrad, Geschlecht, Integration in den Arbeitsmarkt, Sprachstand oder Dauer des Aufenthaltes in Deutschland. Projekte und Modelle zur Integration dieser unterschiedlichen Welten in eine multiperspektivische Stadtgesellschaft müssen jeweils an den spezifischen Bedingungen von Einwanderung oder Einwanderungsbiographie anknüpfen und jeweils auf die spezifische Gruppe konzipiert sein.   
Die von der Bundesregierung im Rahmen des Nationalen Integrationsplans etablierten Integrationskurse richten sich an Einwanderer/innen, die über keine oder kaum Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen und damit besondere Schwierigkeiten haben, gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen. In den Integrationskursen werden im Rahmen von 645 Unterrichtsstunden Kenntnisse der deutschen Sprache, aber auch Wissen über die deutsche Gesellschaft und das staatliche System Deutschlands und der EU vermittelt.
Für viele Migrantinnen und Migranten ist der Integrationskurs keine lästige Pflicht, sondern ein willkommener Anlass, die eigene Isolation zu durchbrechen, mit Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zusammen zu kommen und ambitionierte, aber erreichbare Bildungsziele zu verfolgen.
Mit dem Modellprojekt "Wege in die Stadt" soll an die positiven Erfahrungen der Integrationskurse angeknüpft, diese aber erweitert und im Sinne von community building in lokal gesellschaftliche Teilhabe einmünden.
Das Vorhaben "Wege in die Stadt" bietet außerhalb der Pflichtstunden der Integrationskurse für Teilnehmer dieser Kurse ein spezielles Angebot, um Migranten "Wege in den Stadtteil" zu ermöglichen. Es bietet auf diese Weise lokale gesellschaftliche positiv konnotierte "Andockmöglichkeiten" für Migranten, die ohne diese Brücke keine oder wenig Möglichkeiten hätten, die sozialen, kulturellen und Bildungsmöglichkeiten kennen zu lernen. Es hilft Migranten, Möglichkeiten der Mitwirkung im öffentlichen Leben zu erkunden (Mitwirkung in der schulischen Elternarbeit, Mitwirkung in kulturellen, politischen oder sozialen Initiativen o.ä.). Auf diese Weise bietet das Projekt Zugänge zu Strukturen, Institutionen und  Partizipationsmöglichkeiten im Stadtteil.
Konkret werden in den Modulen im Rahmen von "Wege in die Stadt" anknüpfend an die Erfahrungen der Migration,  mit Mitteln der kulturellen und ästhetischen Bildung, der Stadtteil Gröpelingen und Möglichkeiten der Mitwirkung im öffentlichen Leben erkundet. Die Module münden in konkrete Projekte, an denen die TeilnehmerInnen aktiv mitwirken und damit nachhaltige Anknüpfungen ermöglicht werden.

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